Shop vs. Blog

Shop vs. Blog – Vergleich und Fakten

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Sie auf Ihrem Blog keine Verkaufsanzeichen haben sollten um Mehrwert zu bieten und abgesehen von einigen Bannern nur über langfristiges E-Mail Marketing zu Umsatzzahlen kommen ABER es unzählige Shops gibt, die alle Anzeichen des Verkaufs erfüllen müssen um sofort zu Umsatzzahlen zu führen? In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte über diesen wichtigen Unterschied zwischen einem Shop und Blogs.

Die Basis

Als Blogger fällt es oft schwer nur Content zu liefern und Verkäufe dezent zu halten, bzw, darauf zu warten, dass ein Leser ein Produkt kauft. Umso mehr wird dieses Durchhaltevermögen auf die Probe gestellt, wenn man merkt wie Shops und Auktionshäuser wie Ebay oder willhaben vor Traffic nur so strotzen und Produkte wie warme Semmeln verkauft werden. Selbst Produkte, von denen man denkt, dass diese kein Mensch kauft. Denken Sie nur an Werbung. Auch hier wird quasi ins Gehirn eingehämmert, dass man sofort auf den Shop klicken soll und auf der Stelle kaufen muss. Oder haben Sie schon mal Content-Werbung gesehen? Wie kann sich dieser Unterschied erklären?

Der Unterschied

Um diesen Unterschied besser zu verstehen, versetzen wir uns in die Lage, warum wir einen Blog besuchen und warum wir in einem Shop etwas suchen. Der gravierendste Punkt ist dabei der Grund des Kaufs, nämlich…

Lust- oder Gebrauchs-Produkte

Auch wir verkaufen auf ebay und willhaben hin und wieder Produkte. Unfassbar wieviel Geld man sonst wegschmeißen würde. Dabei haben wir etwas Interessantes festgestellt. Verkaufen wir ein Produkte des täglichen Gebrauchs mit dem keinerlei hoher Wert verbunden wird, wie beispielsweise eine Kaffeemaschine (nicht Nespresso :P), eine Kommode, einen Sessel, eine Couch, etc. steht der Preis im Vordergrund. Interessenten melden sich mit Anfragen wie „Was ist der letzte Preis“ oder beginnen sofort mit Handeln. Sie müssen diese Produkte nämlich kaufen, da Sie notwendig sind. Im Gegensatz dazu kommen Lust-Produkte wie Modellbau, Sammelobjekte, Kunst, Schuhe, Gewand, Lego und vieles mehr. Die Anfragen unterscheiden sich komplett zu denen der Gebrauchsprodukte. Hier steht das Verlangen und das Hobby im Vordergrund und wenn man etwas wirklich haben will, dann kauft man es. Denken Sie an zwei Klischee-Beispiele: Als Frau kaufen Sie sofort 200€ Buffalo High Heels, wenn diese heute nur 180€ kosten. Als Mann kaufen Sie sofort die neuen Autofelgen, da Sie die ja „unbedingt“ haben müssen und Sie heute billiger sind. Sie sparen ja fast noch dabei. In beiden Fällen werden Sie nachher selbst zu sich sagen, dass es eine gute Entscheidung war und der Kauf gerechtfertigt war. Wie oft war jeder von uns schon in dieser Lage.
Wichtig ist also, dass Sie Gebrauchsprodukte nur über den Preis anbekommen und Lust-Produkte grundsätzlich leichter verkauft werden.

Warum besuchen wir einen Shop?

Ganz einfach, weil wir etwas kaufen müssen oder wollen. Wenn dem so ist, muss der Verkauf auch so einfach wie möglich gehalten werden und auch auffällig sein. Ein Beispiel: Shops, die einen Kaufbutton ohne Einkaufswagen-Symbol haben, machen deutlich weniger Umsatz als jene, die komplett gleich aussehen, aber auf dem Kaufbutton einen Einkaufswagen haben. Warum? Die Antwort klingt vielleicht skurril, aber Studien zufolge ist es tatsächlich so, dass ohne Einkaufswagen viele gar nicht merken, dass Sie auf einem Shop sind und Produkte kaufen können. Auch wenn „Jetzt kaufen“ auf dem Button steht. Ich war auch verblüfft, aber es ist tatsächlich so.

Warum besuchen wir einen Blog?

Suchen Sie nach Wissen, landen Sie entweder auf Wikipedia, einer Produktseite oder einem Blog. Sie wissen, dass auf Wikipedia auf zu viel und zu lang berichtet wird und das Wissen auf Verkaufsseiten „verfälscht“ ist, da es Sie zum Kauf bringen soll. Ein beträchtlicher Anteil der Internet-User fällt Kaufentscheidungen nur wegen dem Geschriebenen auf Blogs. Sie wollen also wenn Sie nach Wissen suchen nichts kaufen. Wenn Sie sich also auf einem Blog befinden und Ihnen Banner in die Augen springen, werden Sie verärgert sein und die Seite verlassen. Wenn Sie aber das Wissen aufnehmen können, werden Sie die Seite wieder besuchen und Sie werden Ihnen zunehmend gefallen. Sie werden vom User zum Leser und ggf. zum Newsletter-Abonnent. Zunehmend werden Sie sich die Seite als Ratgeber merken und immer mal wieder vorbeischauen. Als Blogger stehen dabei Sie selbst und nicht Ihre Inhalte im Vordergrund. Ihre Leser lesen Ihren Blog, weil Sie Ihnen sympathisch sind. Das bedeutet, wenn jemand seit einigen Wochen und Monaten Ihren Blog liest und die Inhalte gut gefunden hat, weiß er, dass Sie guten Content liefern. Darum müssen logischerweise auch Ihre Produkte gut sein. Bieten Sie also auch ein dazu passendes, selbstgemachtes Produkt an, werden einige Ihrer Leser- und Abonnenten geneigt sein, dieses zu kaufen. Machen Sie aber nicht den Fehler und bewerben dieses Produkt zu stark. Verweisen Sie in einer Rubrik darauf, z.B.. in einer Menüstruktur, die so aussieht. „Blog – Über uns – Unsere Produkte – Unsere Tools – Kontakt“. Quasi eine Stelle, an der man immer wieder vorbeikommt, aber dadurch als Leser nicht belästigt wird.
Ihre Leser werden darauf klicken und sich denken „Ach ja, das bietet er auch an“. Nach wiederkehrenden Besuchen kommt dann die Meinung auf „Ach ja, das Produkt scheint gut zu sein“ und schließlich irgendwann kommt der Moment wo der Bedarf danach groß genug ist und der Leser kauft.
Ein Beispiel:

Ein Blog über Autos. Leser lesen den Blog, weil Sie Autofans sind. Alle paar Monate hat man mal Geld übrig für neue Felgen, Radio, etc. Darum wäre es ein Fehler, wenn man den Leser andauernd mit ein und demselben Autoradio nervt. Er will nur die informativen Artikel lesen und irgendwann mal ein Autoradio kaufen. Dann wird er auch auf von selbst die Rubrik „Unsere Produkte“ klicken.

Fazit

Bei Blogs steht Wissen im Vordergrund. Bei Shops steht das Kaufverlangen im Vordergrund. Es ist wichtig zu wissen, dass ein User auf ebay sofort etwas kaufen wird, aber derselbe User 10 Minuten später auf Ihrem eigenen Blog nichts kaufen will. Das Kaufverhalten zu analysieren ist eine unglaublich große Aufgabe. Dennoch: Halten Sie auf Ihrem Blog Verkäufe dezent.
Jetzt ist der Text doch ein wenig lang geworden, aber in jedem Fall wünschen wir Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung auf Ihrer Seite. Vielleicht verknüpfen Sie Ihren Blog ja bald mit Ihrem eigenen Shop oder binden einen Ebay Shop ein.
Ihre Freunde und Partner
Alex und Valerie
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Alexander Kouba
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Alexander Kouba

Blogger bei Alex und Valerie
Mein Name ist Alexander Kouba und ich bin Blogger und Online Marketer.

Seit Juli 2014 betreue ich mit Valerie Djurin gemeinsam diesen Blog über Online Marketing, Webseitengestaltung, Traffic und vielem mehr.
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