SEO-Entwicklung: Die wichtigsten Veränderungen der letzten 10 Jahre

Seit ungefähr 10 Jahren ist Suchmaschinenoptimierung zur Sichtbarkeitsoptimierung von Websites ein immer wichtigeres Marketing-Thema. Zwar ist das SEO-Rad in den letzten Jahren nicht komplett neu erfunden worden, jedoch hat sich der Fokus verschoben. Und das hat einige einschneidende Veränderungen mit sich gebracht.

SEO ist fast jedem ein Begriff

Der Begriff SEO, der „search engine optimization“ und übersetzt damit Suchmaschinenoptimierung bedeutet, ist heute fast jedem ein Begriff. Das trifft insbesondere auf diejenigen zu, die einen eigenen Blog oder eine Website betreiben. Schließlich ist SEO ein wichtiger Teil des immer bedeutenderen Internet Marketings. Gemeinsam mit dem Affiliate Marketing gehört die Suchmaschinenoptimierung hier zu den absoluten Grundpfeilern.

Schließlich wollen diejenigen, die eine Website oder einen Blog mit informativem Content füllen, auch auf Google zu finden sein. Gibt jemand ein zur betreffenden Website passendes Schlagwort bei Google ein, sollte die Website möglichst in den Suchergebnissen auftauchen.

Ob das aber passiert oder nicht, ist kein Zufall. Schließlich entscheidet Google nicht willkürlich, welche Ergebnisse bei einer bestimmten Suche an oberster Stelle erscheinen. Stattdessen folgen Google und andere Suchmaschinen bestimmten Regeln, um stets die relevantesten Inhalte an oberster Stelle anzuzeigen. Wer diese Regeln kennt und seine Website besonders suchmaschinenfreundlich gestaltet, hat also bessere Chancen, einen der vordersten Plätze zu ergattern.

Allerdings sind die Regeln, nach denen Inhalte von Suchmaschinen als relevant eingeschätzt werden, nicht statisch und unveränderlich. Deshalb hat die SEO-Welt in den letzten Jahren einige deutliche Veränderungen durchgemacht.

Suchmaschinenoptimierung ist nicht statisch, sondern durchaus veränderlich.

Content vor Keyword-Überschwemmung

Seit nunmehr rund zehn Jahren ist Google die Autorität schlechthin, was SEO betrifft. Allerdings verändern sich die Algorithmen stetig und machen so auch die Suchmaschinenoptimierung veränderlich. Besonders deutlich wird das an folgender Veränderung:

Zu Beginn der 2000er-Jahre sah Suchmaschinenoptimierung noch völlig anders aus. Als Instrumente wurden damals mit relevanten Keywords überschwemmte sowie Spam-Inhalte eingesetzt. Betrachtet man diese SEO-Maßnahmen von einer technischen Seite, war das praktisch. Schließlich ließen sich für Google „interessante“ Texte so ziemlich leicht erstellen. Einen echten Mehrwert brachten sie Lesern aber oft nicht.

Mit dem Google Panda Update, einem Algorithmus-Update von 2011, änderte sich hieran aber einiges. Seither setzt Google verstärkt auf hochwertigen und gehaltvollen Content. Seither wird sogenanntes „Keyword Stuffing“ nämlich bestraft und nicht mehr mit einem der vordersten Plätze belohnt. Bis heute gilt daher: Nur wer mit wirklich hochwertigen und gehaltvollen Inhalten glänzen kann, wird von Google belohnt.

„Mobile“ steht im Vordergrund

Schon längere Zeit hat Google die Ergebnisse auf Mobilgeräten forciert und optimiert. Damit wurde die Mobilsuche vorangetrieben. Hieran zeigt sich, dass Mobilgeräte bereits seit längerer Zeit relevant waren. Mittlerweile ist es allerdings nicht mehr nur wichtig, dass Websites „mobilefriendly“ sind. So sind entsprechend optimierte Seiten heute ein absolutes SEO-Muss. Inzwischen ist es nämlich so, für Mobilgeräte optimierte Websites von Google sogar bevorzugt werden. Die Optimierung ist in diesem Zusammenhang entscheidend für ihr Ranking.

Link-Strategien im Wandel

Anfang der 2000er-Jahre bestanden beim Linkbuilding kaum Regeln. Methoden, die heute weitestgehend verpönt sind, waren geduldet und galten als legitime SEO-Mittel. Mittlerweile hat Google seine Algorithmen aber angepasst und so Linkbuilding-Richtlinien etabliert. Der wohl wichtigste Grundsatz dabei ist: Allein natürliche Links sollen legitim sein.

Ebenfalls akzeptiert sind echte Gastbeiträge, die Links enthalten. Insgesamt soll sichergestellt werden, dass Seiten nur mit auf diese Weise erworbenen Links Autorität aufbauen können. So sollen Versuche, das Ranking der eigenen Webseite durch Links zu beeinflussen oder zu manipulieren, keine Chance haben.

Inhalte statt unsaubere Keyword-Strategien

Wie bereits gesehen, haben verschiedene Updates (insbesondere Penguin und Panda) erfolgreich darauf hingearbeitet, mit Keywords überschwemmte Inhalte zu unterbinden. Insbesondere durch das Update Hummingbird wird diese Idee aber sogar noch erweitert. Durch das Update stehen nun semantische Suchen (also gewöhnliche Fragesätze) mehr im Vordergrund. Durch den neuen Algorithmus ist Google dazu in der Lage, Suchabsichten in Suchanfragen besser zu erkennen. Hierdurch rückt die Frageerschließung durch einzelne Keywords noch weiter in den Hintergrund.

Selbstverständlich sind Keywords aber dennoch nicht völlig unwichtig. Aufgabe der Suchmaschinenoptimierung muss es nun aber sein, sich noch weniger auf sie zu versteifen. Es ist nämlich absehbar, dass der Hauptnutzen von Keywords zukünftig darin liegt, lediglich Signale auszusenden. Diese Signale dienen dann als Indikator für den inhaltlichen Schwerpunkt der Website.

Trotzdem bleibt die Keywordsuche aber auch weiterhin das wohl wichtigste SEO-Instrument. Nach wie vor müssen bei der Keywordrecherche also Tools verwendet werden, die Auskunft über Suchvolumen geben. Auch künftig werden nur so eine die richtige Themenfindung und Gliederung möglich sein.

Lokale Suche folgt veränderten Regeln

Durch das Pigeon-Update aus dem Jahr 2014 hat sich die lokale Google-Suche radikal und nachhaltig verändert. Seither belohnt der Algorithmus nämlich sinnvolle Seitenoptimierung und bevorzugte sie sogar. Dieser Vorteil macht sich dabei im Zusammenhang mit der lokalen Suche bemerkbar.

Diesbezüglich ebenfalls interessant: Durch die Integration herkömmlicher Rankingsignale in den internen Google-Algorithmen sind bei lokalen Suchen insgesamt bessere Ergebnisse erzielt worden.

Die Updates des Google-Algorithmus mischen die Karten immer wieder neu.

Updates mischen die Karten stetig neu

Die Google-Updates der vergangenen Jahre haben die SEO-Welt durchaus auf Trab gehalten. Insbesondere Seitenbetreiber waren nicht selten beunruhigt. Schließlich sorgte die Ankündigung jeden neuen Updates für Verunsicherung. Jedes Mal aufs Neue mussten sich Seitenbetreiber nämlich die Frage stellen, was nach dem Update mit ihrer Website passiert. Und tatsächlich: Jedes Google-Update hat das Potenzial, die Ranking-Karten neu zu mischen. Schließlich entscheiden die Updates darüber, wie Rankings überhaupt entstehen.

Allerdings sind es auch erst die Updates, die SEO zur stetigen Herausforderung, aber auch zu einem vielfältigen Instrumentarium machen. Obwohl immer neue SEO-Anforderungen anstrengend sein können, haben sie gleichzeitig viele positive Veränderungen mitgebracht.

Auch zukünftig wird es wohl bei den stetigen Veränderungen in der Welt der Suchmaschinenoptimierung bleiben. Das gilt allein darum, weil der Einfluss von Google in den letzten Jahren immer umfangreicher geworden ist. Allerdings ist davon auszugehen, dass das bereits etablierte und fundierte SEO-Gerüst in seinen Grundpfeilern erhalten bleibt.

Abbildung 1: unsplash.com © Myriam Jessier (CCO Creative Commons)

Abbildung 2: pixabay.com © lukasbieri (CCO Creative Commons)

Alexander Kouba
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