Was ist Permission Marketing und warum ist es so wichtig

Was ist Permission Marketing und warum ist es so wichtig?

Permission Marketing ist die wichtigste und stärkste Methode im Online Marketing voranzukommen. Die meisten kennen es wahrscheinlich unter dem Namen „E-Mail Marketing“, doch Permission Marketing ist ein viel größerer Bereich als das. Permission kommt aus dem Englischen und bedeutet Erlaubnis. Permission Marketing sind demnach Werbemethoden, die die ausdrückliche Zustimmung des Kunden oder des Interessenten voraussetzt. Doch wie funktioniert Permission Marketing genau und welche Ausnahmen bezüglich der Zustimmungen gibt es?

Permission Marketing mit E-Mails

Die gängigste Form des Permission Marketing funktioniert mit E-Mail Marketing. Das bedeutet, der Betreiber der Internetseite bietet eine Möglichkeit sich für Newsletter einzutragen. Danach erfolgt ein Bestätigungsmail an den Kunden und erst nach der Bestätigung hat der Betreiber die Erlaubnis dem Kunden Newsletter zu senden. Im Bezug auf die Anzahl der Newsletter gibt es keine Beschränkung. Je mehr E-Mails gesendet werden, desto stärker ist jedoch die Austragungsrate, bzw. desto weniger werden die E-Mails auch wirklich gelesen. Apropos Austragungsrate. In jeder E-Mail muss am Ende durch einen Link die Möglichkeit gegeben sein, sich aus dem Newsletter auszutragen. Das trägt wesentlich zur Bestätigung bei, dass die Newsletter auch wirklich nur freiwillig empfangen werden.
Das Potential ist riesig. Potentielle User werden somit immer wieder auf die Internetseite aufmerksam und so wird diese Ihnen immer wieder ins Gedächtnis gerufen. Darüber hinaus sind natürlich auch Werbemaßnahmen via E-Mail, also etwa der Hinweis auf Angebote etc. möglich.
Grundsätzlich sollte jedoch zu 80% Mehrwert für den Kunden versendet werden. Sendet man nur Werbung, werden die E-Mails schrittweise weniger gelesen. Dieser Fehler ist übrigens sehr weit verbreitet.

Permission Marketing mit Post-Newslettern

Permission Marketing funktioniert auch über den Postweg. Der Nachteil ist, dass dies natürlich Geld kostet. Der Versand von E-Mails ist abgesehen von den monatlichen Kosten für den E-Mail Marketing Anbieter kostenlos. Ein weiterer Nachteil ist die grundsätzliche Ablehnung von Post-Newslettern. Ein Beispiel: Wenn Sie Ihre Post öffnen, dann sehen Sie diese schnell durch. Dabei checken Sie den Absender. Fühlt sich ein Brief dicker an oder ist schon auf der Verpackung in irgendeiner Form ersichtlich, dass es sich um Werbung handelt, werden Sie diese wegschmeißen. Alle Werbebriefe, die mit allgemeinen Texten oder „Sehr geehrte Damen und Herren..:“ beginnen, werden sofort weggeschmissen. Einen Post-Newsletter zu designen, der nicht sofort als Werbung gebrandmarkt wird, ist daher sehr schwer. Auch die Streuung ist ein Problem. Im E-Mail Marketing haben Sie Interessenten, die sich auf Ihre Seite eintragen. Diese sind logischerweise an dem Thema interessiert und branchenverwandt. Im Postversand können Sie jedoch nur beim Postunternehmen große Daten zur Adressaten-Bestimmung angeben. Das sind zum Beispiel: Mann/Frau, Alter, Einkommen, ev. Miet- oder Eigentumsobjekte, dann noch demografische Daten, wie zum Beispiel ob Sie eher Nobelgebiete oder ärmere Viertel anschreiben möchten. Die Streuung ist daher leider recht hoch.

Zustimmung des Kunden

In Sachen E-Mail Marketing ist die Sache klar. Als Interessent tragen Sie Ihre E-Mail Adresse in eine Eintragungsmöglichkeit auf einer Homepage ein und nach dem Klick auf einen Bestätigungslink in einem E-Mail stimmen Sie dem Erhalt der E-Mails zu. Durch einen Klick auf den Austragungslink, welcher in jedem E-Mail enthalten ist, können Sie sich jederzeit austragen und den Versand verbieten. Eine klare Regelung also.
Beim Postversand ist das anders. Warum sonst, gibt es Aufkleber wie „Keine Werbung“ oder ähnliches? Seit der Datenschutznovelle für Postwerbung gilt auch hier die Zustimmung, allerdings wurden viele Ausnahmen definiert, da der Wiederstand großer Unternehmen einfach zu groß war. Eine Einwilligung ist nicht erforderliche wenn es sich um Bestandskunden handelt oder die Adresse in allgemeinen Quellen zugänglich ist. Nun ja, das heißt defakto, dass Werbung ohne Zustimmung versendet werden darf.
Übrigens erfordern Telefonwerbung und Befragungsanrufe ebenfalls die vorherige Zustimmung. Diese erfolgt dann meistens über Gewinnspiele. Beispielsweise tragen Sie ihre Daten für ein gewinnspiel ein und stimmen damit zu, dass Ihre Daten für Werbezwecke genutzt werden dürfen.

Fazit

Permission Marketing via E-Mails stellt eine hervorragende Methode dar um User und Personen, die irgendwann mal auf Ihrer Webseite waren, zu erreichen und an Ihre Seite laufend zu erinnern. Daher ist es um im Internet erfolgreich präsent zu sein, fast schon unumgänglich. Tatsache ist jedoch, dass E-Mail Marketing nur von den wenigsten Webseitenbetreibern benutzt wird.
Permission Marketing auf dem Post-Weg ist dagegen eher etwas für Großunternehmen, die über ein großes Werbebudget verfügen. Die Streuung, die Kosten für Design, Druck und Häufigkeit des Versands sind einfach zu strapazierend für Online Start Ups oder Klein-Unternehmen.
Wir wünschen Ihnen daher viel Erfolg bei der Umsetzung Ihres Permission Marketing!
Ihre Freunde und Partner
Alex und Valerie
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Alexander Kouba
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Alexander Kouba

Blogger bei Alex und Valerie
Mein Name ist Alexander Kouba und ich bin Blogger und Online Marketer.

Seit Juli 2014 betreue ich mit Valerie Djurin gemeinsam diesen Blog über Online Marketing, Webseitengestaltung, Traffic und vielem mehr.
Alexander Kouba
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2 Antworten
  1. Lukas
    Lukas says:

    Sehr guter Überblick. Permission Marketing ist für mich persönlich die einzig richtige Form des E-Mail Marketings, da man so gleich eine persönlichere Bindung hat, als wenn man ungefragt Werbung losschicken würde. In der Flut von Mails, die die Kunden jeden Tag erreichen, dürfte die Öffnungsrate höher sein, wenn die Empfänger einen Bezug zum Absender herstellen können. Die Empfehlung, zu 80 % Newsletter mit Mehrwert zu verschicken, finde ich sehr hilfreich. Es ist halt ein Balance-Akt, genau die richtige Mischung zwischen Information und Werbung zu finden und wenn man es schon geschafft hat, dass Kunden sich aus eigenem Interesse in den Newsletter eintragen, ist es umso ärgerlicher, sie wieder zu verlieren, weil die Werbung gefühlt zu stark war.

    Antworten
    • Alexander Kouba
      Alexander Kouba says:

      Hallo Lukas!

      Danke für deinen ausführlichen Kommentar.
      Da hast du 100% Recht. Leider macht man speziell am Anfang den Fehler, dass man denkt, je mehr Werbung und Mails man sendet, desto eher wird gekauft, aber dadurch verkauft man immer langfristig weniger, weil die Öffnungsraten sinken und vorallem der Wert des Newsletters verloren geht.
      Interessanterweise steigt der Umsatz, desto weniger Emails man sendet und desto mehr Content darin enthalten ist.
      Man muss also weniger verkaufen um auf lange Sicht mehr zu verkaufen. Ein kleines Paradoxon also.

      Liebe Grüße
      Alexander Kouba

      Antworten

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